12.07.2010

Neun von zehn Kleinunternehmen müssen sich auf IFRS for SMEs einstellen

IFRS-Ratgeber hilft bei neuen internationalen Vorschriften und Bewertungen

(Freiburg, 12. Juli 2010) - Die Mitarbeiter von Bilanzabteilungen müssen sich erneut auf zahlreiche Änderungen vorbereiten. „Soll bleibt zwar weiterhin Soll und Haben bleibt Haben“, sagt Norbert Lüdenbach, Autor der Neuauflage „IFRS – Der Ratgeber zur erfolgreichen Anwendung von IFRS“. Allerdings wurden viele international gültige Vorschriften geändert, eigene Regelwerke für Kleinunternehmen erstellt sowie neue Standards und Interpretationen herausgegeben. „Angestellte im Rechnungswesen müssen ihr Know-how regelmäßig auffrischen“, sagt der Autor. Mit der jetzt veröffentlichten Ausgabe des Fachbuchklassikers macht Lüdenbach Unternehmen, Fach- und Führungskräfte im Rechnungswesen sowie Steuer- und Unternehmensberater fit für den Arbeitsalltag. Praxisbeispiele, mehr als 150 Prüfschemata, Checklisten und Schaubilder sowie die konsequente Strukturierung sollen das Fachbuch auch für Studierende oder die Bilanzbuchhalterausbildung zum Gewinn machen.

Laut Lüdenbach wurden beispielsweise die internationalen Rechnungslegungsvorschriften IFRS 3 sowie IAS 27 grundlegend geändert – wie etwa die Full-Goodwill-Methode eingeführt. Zudem wurden mit IFRS 9 neue Regeln zu Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten verabschiedet. Für kleine und mittlere Unternehmen wurde mit IFRS for SMEs ein eigenständiges Regelwerk erstellt – ein Standard, der nach Einschätzung des International Accounting Standards Board (IASB) für 95 Prozent aller Unternehmen maßgeblich sein wird. Außerdem hat das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) neue Standard-Interpretationen herausgegeben. Dazu zählen IFRIC 18 mit besonders für den Energiesektor relevanten zusätzlichen Hinweisen, wie Kunden  einen Vermögenswert bilanzieren oder übertragen können. Oder IFRIC 19. Hier ist die Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente geregelt. Überdies liegt jetzt das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) vor, das das HGB in wesentlichen Punkten an die IFRS anpasst – und eine Konkurrenz zu den SME-IFRS ist.

Ausgehend vom HGB führt Autor Norbert Lüdenbach in der 6. Auflage seines bei Haufe erscheinenden Ratgebers anschaulich in die IFRS-Rechnungslegung ein. Schritt für Schritt erklärt er die Inhalte sämtlicher IFRS und IFRIC. Dabei beleuchtet er jedoch nicht nur die geänderten Bestimmungen, Entwicklungen und Trends. Lüdenbach ergänzt seine Ausführungen um neue Praxisbeispiele aus seiner Beratungs- und Gutachtertätigkeit, detaillierte Anwendungshinweise sowie ein aktualisiertes Stichwortverzeichnis. Zu den Top-Themen der neuen Auflage zählen: die Bilanzpolitik unter IFRS, das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG), Eigenkapital: Besonderheiten bei Personengesellschaften, IFRS für den Mittelstand (SME-IFRS), die Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten (IFRS 9), der Konzernabschluss: alle Änderungen zu Erst- und Folgekonsolidierung, Latente Steuern – IFRS und HGB im Vergleich sowie der Sonderfall Pensions- und sonstige Arbeitnehmerrückstellungen.

 

„IFRS“ Der Ratgeber zur erfolgreichen Anwendung von IFRS Dr. Norbert Lüdenbach 6., überarbeitete und erweiterte Auflage 2010, Hardcover, 461 Seiten, 48 Euro Haufe-Lexware GmbH & Co. KG, Freiburg ISBN 978-3-448-08361-3 Bestell-Nr. 01145-0006